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TEIL I

Methoden & Vorgehen

Kataster, Analyse, Konzept, Umsetzung und Monitoring: der geordnete Kreislauf gegen Aktionismus.

6 min Lesezeit · Stand 1.6.2026

Kurz gesagt: Gegen Leerstand hilft kein Aktionismus, sondern ein geordnetes Vorgehen. Es folgt einem einfachen Kreislauf: erfassen, analysieren, planen, umsetzen, beobachten. Und dann von vorn.

Der Kreislauf in fünf Schritten

  • Erfassen: Wo steht was leer? (Leerstandskataster)
  • Analysieren: Warum, und wie dringend? (Ursachen und Prioritäten)
  • Planen: Was ist das Ziel, und mit welchen Maßnahmen? (Konzept/ISEK)
  • Umsetzen: Maßnahmen anstoßen und begleiten.
  • Beobachten: Wirkt es? Nachsteuern und dauerhaft sichern.

Warum der Kreislauf? Weil Einzelaktionen verpuffen. Nur das geordnete Vorgehen bringt dauerhafte Wirkung. Und ist zugleich die Voraussetzung für Fördermittel.

Das Leerstandskataster: erst zählen, dann handeln

Man kann nur steuern, was man kennt. Ein Leerstandskataster ist die systematische Übersicht: Welche Gebäude stehen leer, seit wann, in welchem Zustand, wem gehören sie? Erhoben wird das durch Begehungen, Hinweise von Bürgern und Eigentümern und (mit Augenmaß) Daten wie Strom- oder Melderegister.

Analysieren und Prioritäten setzen

Nicht jeder Leerstand ist gleich dringend. Sinnvoll ist eine ehrliche Bewertung nach Lage, Dauer, Zustand und Wirkung aufs Umfeld. Damit die knappen Kräfte dort eingesetzt werden, wo sie am meisten bewirken (siehe Schlüsselobjekte in Teil G).

Das ISEK: der Fahrplan

Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ist das zentrale Planungswerkzeug: Es fasst Bestandsaufnahme, Ziele, Maßnahmen und Kosten für ein Gebiet zusammen. Es ist zugleich Steuerungsinstrument und Eintrittskarte für Förderung. Für kleine Kommunen gibt es dabei Erleichterungen.

Dranbleiben: Beobachten und Verstetigen

Ein Projekt ist mit der Eröffnung nicht fertig. Monitoring heißt: Wirkung beobachten und nachsteuern. Verstetigung heißt: dafür sorgen, dass das Erreichte auch nach dem Förderende weiterlebt.

Glossar
  • Leerstandskataster: systematische Übersicht aller leeren Objekte einer Kommune.
  • ISEK: der geförderte „Fahrplan" für die Entwicklung eines Gebiets.
  • Monitoring: laufendes Beobachten der Wirkung.
  • Verstetigung: dauerhaftes Sichern des Erreichten über das Förderende hinaus.